Guangzhou (China)

Guangzhou im Süden von China hat einen großen Hafen, der von der Größe her etwa an zwölfter Stelle in der Welt liegt. Der Hafen von Guangzhou ist der drittgrößte Hafen in China und kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, denn er wurde bereits während der Tang-Dynastie errichtet. Er entwickelte sich zu einem wichtigen Ausgangspunkt zur Seidenstraße auf dem Meer. Schon damals stellte er wichtige Verbindungen nach Indien, Indonesien und Arabien her. Der Hafen war von 1752 bis 1842 der einzige Handelshafen, der Ausländern vertraglich das Recht zusicherte, Handel zu treiben. Die Britische Ostindien-Kompanie errichtete dort 1711 einen Handelsposten. Nach dem 1. Opiumkrieg im Jahre 1839 erzwang Großbritannien durch den Vertrag von Nanking die Öffnung des Hafens von Guangzhou. Vorher stellte Guangzhou den weltweit erfolgreichsten Handelshafen in dieser Zeit dar.

Die Kapazität für den Güterumschlag des Hafens von Guangzhou liegt weltweit bereits an siebter Stelle. Der Hafen verfügt über 45 Anlegeplätze für Schiffe mit einem Gesamtgewicht von bis zu 10.000 Tonnen pro Schiff. Jährlich werden etwa 172 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Vom Hafen gehen Verbindungen zu 300 internationalen Häfen in über 80 Länder sowie zu 100 chinesischen Inlandhäfen aus. Im Jahre 2009 konnte der Hafen einen Güterumschlag von 11,2 Mio. Standardcontainern verzeichnen. Bis zur Hälfte des Jahres 2010 waren es bereits 6 Mio. Standardcontainer. Es ist immer noch eine Steigerung des Umschlags zu verzeichnen, wenn auch nicht mehr in dem Ausmaß wie noch vor ein paar Jahren. Der Hafen dient hauptsächlich dem Containerumschlag.

Die Lage der Stadt Guangzhou am Perlflussdelta ist ein wichtiger Vorteil, denn dadurch werden Verbindungen zu den Inlandhäfen vom Seehafen Guangzhou ermöglicht. Es ist geplant, die Kapazität des Hafens von Guangzhou bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Ziel ist es, die Liegezeiten der Containerschiffe im Hafen immer weiter zu verkürzen. Daher ist der Hafen von Guangzhou mit modernster Technik ausgestattet und wird ständig modernisiert.

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