Museumshafen

In den vergangenen Jahrhunderten pflegten Schiffergesellschaften verschiedener Hafenstädte traditionellen Zusammenhalt. Heute pflegen Museumshäfen in Deutschland ihre historischen Schiffe, Kartenwerke und Bücher. Auch besondere schwimmende Anlagen, Hafenkräne und andere erhaltenswerte maritime Technik zählen zum musealen Fundus. Außerdem geben sie jedem Besucher und Interessierten einen Einblick in die Arbeits- und Sozialgeschichte der Seefahrt. In einem Museumshafen begibt man sich auf eine spannende Spurensuche unter Deck von Schuten, Seglern und Dampfschiffen. Bei gelegentlichen Festen oder zu vereinbarten Terminen geht so mancher Veteran auf „kleine“ Fahrt, sehr zur Freude seiner Mannschaft und den Passagieren.

Die Mehrzahl der deutschen Museumshäfen und vergleichbare Einrichtungen sind Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Museumshäfen (AGDM), ein seit 2006 eingetragener gemeinnütziger Verein. Die Arbeitsgemeinschaft führt in ihrem Register etwa 300 Schiffe, deren Liegeplätze sich auf Museums- bzw. Traditionshäfen verteilen.

Museumshäfen :
Oevelgönne (1976)
Flensburg (1979)
Lübeck (1981)
Kappeln (1981)
Greifswald (1991)
Emden (1993)
Ostseebad Laboe (2000)
Probstei/Wendtorf (1992)
Büsum (2001)
Haren
Leer
Vegesack (2006)

Weitere Mitglieder:
Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven (1995)
Historischer Hafen Berlin (1990)
Traditionshafen Bodtstedt (1988)
Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen, Hamburg (2008).
Die Jahreszahlen in Klammern nennen das Gründungsjahr.

Ein besonderer Standort ist Wilhelmshaven mit dem Deutsches Marinemuseum, das 1998 eröffnet wurde. In einem Werkstattgebäude der ehemaligen „Kaiserlichen Werft“ und auf dem Außengelände des Verbindungshafens liegen „friedlich“ die Exponate – Zerstörer und U-Boote und neben Veteranen von 1848. Der Hinweis auf Wilhelmshaven schmälert keinesfalls die Initiativen aller anderen Museumshäfen. Insidern ist diese online-Adresse nicht neu: Unter http://www.modellskipper.de/Archive/Museen erhält man einen visuellen Zugang zu bekannten und noch mehr „versteckten“ Schätzen von „Altes Zollhaus“ bis „Wrackmuseum Cuxhafen“!